„Umkehr zum Frieden“: Ökumenische Friedensdekade 2020 begonnen

Plakatmotiv 2020 'Umkehr zum Frieden' (Ökumenische Friedensdekade)

Als Friedensdekade werden die zehn Tage im November vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahres bis zum Buß- und Bettag bezeichnet. Die Ökumenische Friedensdekade findet 2020 zum 40. Mal statt.

Bonn/Wittenberg (epd). Zum Auftakt der bundesweiten Ökumenischen Friedensdekade hat der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, dazu aufgerufen, Frieden zu stiften und zu bewahren. Frieden sei wertvoll, aber auch brüchig und müsse mühsam errungen werden, sagte der Theologe am Sonntag in einem Gottesdienst in der Schlosskirche in Wittenberg. Er verwies unter anderem auf die Novemberprogrome der Nationalsozialisten am 9. November 1938 in Deutschland.

„Wir erinnern aber auch an den Fall der Mauer am 9. November 1989, der auch durch die Friedensbewegung in der DDR mit vorbereitet wurde und diesem Land die Freiheit gebracht hat“, sagte Brahms laut Redetext. Die damaligen Ereignisse hätten „gezeigt, dass ein gewaltfreier Weg der Veränderung möglich ist“.

Das Böse mit Gutem überwinden

Brahms zitierte den Satz „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ aus dem Römerbrief im Neuen Testament und fügte hinzu, dieses Wort wolle man in diesen Tagen den Menschen in den USA zurufen, die einen unversöhnlichen Wahlkampf erlebt hätten. Aber auch den Menschen, die am Wochenende aus Protest gegen die Anti-Corona-Maßnahmen in Leipzig auf die Straßen gegangen seien. Das Motto der diesjährigen Friedensdekade, „Umkehr zum Frieden“, helfe dabei zu hoffen, dass Frieden möglich sei.

Die Ökumenische Friedensdekade findet zum 40. Mal statt und dauert bis zum 18. November. Als Friedensdekade werden die zehn Tage im November vom drittletzten Sonntag des Kirchenjahres bis zum Buß- und Bettag bezeichnet.

Trägerorganisationen sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main. Außerdem arbeiten Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Kirche sowie von pax christi, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej), Pro Asyl, der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und des Internationalen Versöhnungsbundes mit.