Zahlen und Fakten zum Gottesdienst

Statistik zur Evangelischen Kirche in Deutschland

Die Teilnahme am Gemeindegottesdienst ist ein wesentlicher Ausdruck christlicher Frömmigkeit. Rund 771.000 Menschen besuchen im Schnitt in Deutschland jeden Sonntag einen evangelischen Gottesdienst. An Weihnachten sind es sogar 8,4 Millionen.

Gottesdienstbesucher in der Leipziger Michaeliskirche.

Evangelische Christen feiern, beten und singen im Gottesdienst miteinander und hören auf Gottes Wort. Im Laufe eines Jahres werden in Deutschland an Sonn- und Feiertagen 1,0 Millionen Gottesdienste gefeiert, darunter etwa 176.000 Kindergottesdienste. Das sind pro Sonn- und Feiertag rund 17.000 Gottesdienste. Hinzu kommen 38.000 Christvespern und Metten am Heiligen Abend, zahlreiche Jahresschlussgottesdienste, Gottesdienste und Andachten, die an Werktagen aus besonderem Anlass (z.B. Schul-, Advents-, Passionsgottesdienste und -andachten) oder als regelmäßige wöchentliche oder monatliche Veranstaltung gefeiert werden.

Neben den gewöhnlichen Sonntagsgottesdiensten gibt es Gottesdienste für bestimmte Zielgruppen oder mit besonderen Gestaltungselementen. Vor allem Familiengottesdienste finden dabei regen Anklang. Die Möglichkeit, mit der ganzen Familie gemeinsam am Gottesdienst teilzunehmen, wird immer attraktiver für Eltern mit Kindern, die sonst eher selten in der Kirche anzutreffen sind. Sieben Prozent der sonntäglichen Gottesdienste feiern Eltern und Kinder gemeinsam.

Zu besonderen Anlässen verdoppelt sich die Anzahl der Kirchgänger

Rund 771.000 Menschen besuchen im Schnitt in Deutschland jeden Sonntag einen evangelischen Gottesdienst. Außerdem verfolgen durchschnittlich 0,7 Millionen Christen mit einem Marktanteil von 6,8 Prozent die sonntäglichen Übertragungen evangelischer und ökumenischer Gottesdienste im Fernsehen. Hinzu kommen die Besuche in den unzähligen Gottesdiensten in Senioreneinrichtungen oder Krankenhäusern.

„Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“

Matthäus 18, 20

Zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Erntedank, verdoppelt sich die Zahl der Kirchgänger. Heiligabend nehmen sie sogar Unbequemlichkeiten und lange Wartezeiten in Kauf, um am Gottesdienst teilzuhaben – und das mit kontinuierlich steigender Tendenz. 8,4 Millionen Menschen gehen an diesem Tag zur Kirche – nicht nur Kirchenmitglieder. Besonders in den östlichen Bundesländern, in denen am Heiligen Abend rein rechnerisch fast zwei Drittel der evangelischen Kirchenmitglieder einen Gottesdienst besuchen, finden sich auch viele Nichtchristen zur Christvesper ein.

Nicht eingerechnet sind dabei die Gäste von Taufen und Trauungen, die außerhalb der Gemeindegottesdienste stattfinden. Auch Menschen, die aus einem besonderen persönlichen Anlass gemeinsam Gottesdienst feiern, sind hier nicht mitgezählt.

Ein besonderer Ausdruck für das geistliche Leben in den Gemeinden ist die Feier des Heiligen Abendmahls. Dabei ist die Abendmahlspraxis nicht statisch. Einerseits wandelt sich die Form, andererseits werden in einigen Landeskirchen und Gemeinden häufig auch Kinder einbezogen. In vielen Gemeinden wird das Sakrament an jedem Sonntag, in anderen einmal im Monat im Sonntagsgottesdienst gefeiert. An 224.000 Abendmahlsfeiern nehmen rund 8,5 Millionen Gläubige teil. Daneben gibt es 19.000 Haus- und Krankenabendmahlsfeiern, die in kleinem Rahmen mit durchschnittlich fünf Teilnehmenden stattfinden.

Quelle: Gezählt 2018. Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

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Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben.

Die Statistik 2018 der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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