Interkulturelle Woche in Hannover eröffnet

Bundesweit mehr als 5.000 Veranstaltungen

Drei Hände unterschiedlicher Hautfarbe liegen auf einer Weltkarte

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. In diesem Jahr sind im Rahmen der Jahre über 5.000 Veranstaltungen geplant.

Hannover (epd). Vertreter der evangelischen, der katholischen und der orthodoxen Kirche haben am 23. September in Hannover die 43. Interkulturelle Woche eröffnet. In einem ökumenischen Gottesdienst betonte der hannoversche evangelische Landesbischof Ralf Meister, in den kommenden Tagen werde bei bundesweit mehr als 5.000 Veranstaltungen deutlich werden, dass „viele Menschen sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen und das Motto ‚Vielfalt verbindet‘ lebendig werden lassen“.

Der katholische Propst Martin Tenge sagte, Hilfe für Menschen, die wegen existenzieller Nöte aus ihrer Heimat fliehen mussten, sei „oberste Pflicht“. Dies gebiete das universale Menschenbild. Zwar sei das Neben- und Miteinander von Menschen aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen herausfordernd. Zu oft werde heute jedoch übersehen, wie sehr die Gesellschaft durch diese Vielfalt auch bereichert werde. „Vom christlichen Menschenbild her ist jeder Mensch ein Geschenk und eine Bereicherung.“

„Vielfalt verbindet: Wir sind Hoffnung. Wir sind Zuflucht. Wir sind Vielfalt“

Die diesjährige Interkulturelle Woche steht unter dem Leitwort „Vielfalt verbindet: Wir sind Hoffnung. Wir sind Zuflucht. Wir sind Vielfalt“. Der Slogan ist auf Plakate gedruckt, die in den Farben der Deutschland-Fahne gehalten ist. Damit solle deutlich werden, dass man die Farben Schwarz-Rot-Gold nicht den Populisten und Nationalisten überlassen wolle, hieß es.

In einem gemeinsamen Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche betonten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz, Metropolit Augoustinos von Deutschland: „Auch unter Christinnen und Christen gibt es Tendenzen der Ausgrenzung und Abschottung. Einheit wird manchmal mit Einheitlichkeit verwechselt. Dabei gehört Vielfalt konstitutiv zum Wesen der Kirche.“

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden bis 29. September rund 5.000 Veranstaltungen angeboten.

Interkulturelle Woche
Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt.