Schiffstaufe fürs Rettungsschiff

„United4Rescue“ und Sea-Watch taufen Schiff „Poseidon“ vor Einsatz im Mittelmeer

Das ehemalige Forschungsschiff Poseidon in Kiel (Foto vom 16.01.2020).

Das ehemalige Forschungsschiff „Poseidon“ wird am 20. Februar in Kiel getauft. Der neue Name ist noch nicht bekannt.

Gemeinsam mit der Organisation Sea-Watch hat das Bündnis „United4Rescue“ ein Schiff erworben, das nun schnellstmöglich zur Seenotrettung ins Mittelmeer geschickt werden soll. Bevor das ehemalige Forschungsschiff seinen bisherigen Heimathafen verlässt, wird die „Poseidon“ am 20. Februar getauft.

Als Taufpatin ist Aminata Touré (Grüne), Vizepräsidentin des Landtages von Schleswig-Holstein, vorgesehen. EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm wird ein Segenswort sprechen. Der neue Schiffsname ist noch nicht bekannt.

Einsatz im Mittelmeer kann im April 2020 beginnen

„United4Rescue“ und Sea-Watch haben Bündnispartner und Förderer zur Schiffstaufe nach Kiel eingeladen. Schaulustige werden die Schiffstaufe nicht verfolgen können, sie findet in einem abgesperrten Hafenbereich statt.

Das Aktionsbündnis „United4Rescue” sammelt unter Beteiligung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seit Dezember 2019 Spenden für den Erwerb eines Schiffes, das sich für Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer eignet. Ende Januar bekam das Bündnis für 1,5 Millionen Euro den Zuschlag in einem Bieterverfahren für die vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung außer Dienst gestellte „Poseidon“. Nach einigen Umbauten kann voraussichtlich im April 2020 der Einsatz im Mittelmeer beginnen.


„United4Rescue” hat derzeit rund 250 Bündnispartner. Darunter sind neben der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auch Organisationen wie die AWO, Diakonische Werke und Landeskirchen sowie einzelne Kirchengemeinden und Privatpersonen wie Wim Wenders.

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm hatte Anfang Dezember das Hilfsprojekt in Hamburg vorgestellt. Es sei "ein Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit", sagte der Landesbischof. Die Kirche dürfe nicht nur reden, sondern müsse auch handeln. Der EKD-Beschluss geht auf eine Initiative des Deutschen Evangelischen Kirchentags im Juni 2019 zurück.

Poster von 'United4Rescue — Gemeinsam Retten!': 'Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.'

Bündnis „United4Rescue — Gemeinsam Retten!”

Spendenkampagne #WirschickeneinSchiff

Ab sofort können Spenden an den gemeinnützigen Verein „Gemeinsam Retten e.V.“ gegeben werden:

Spendenkonto bei der KD Bank Duisburg:
IBAN: DE93 1006 1006 1111 1111 93
BIC: GENODED1KDB