EKD-Texte 101–125
EKD-Text 125, Oktober 2015
Was können Kirchen zu einer verantwortlichen Weltgestaltung beitragen? Darauf gibt diese Studie Antworten. Sie entfaltet, wie Kirchen in einer globalisierten Welt gemeinsam handeln können. Leitbegriffe sind Weggemeinschaft, Missio Dei und die Hoffnung auf Gottes Reich. Analysiert werden globale Krisen, neue Akteure und Machtverschiebungen. Vorgestellt werden Leitlinien für partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit, ganzheitliche Mission und ökumenisches Lernen auf Augenhöhe. Der Text ist ein Beitrag zum Themenjahr 2016 „Reformation und die Eine Welt“ im Rahmen der Reformationsdekade.
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EKD-Texte 124, Oktober 2015
Der Text analysiert die ökumenische Situation im 21. Jahrhundert. Er beschreibt die “neue Landkarten des Christentums” sowie Chancen und Gefahren der Globalisierung. Religiose Konflikte werden benannt, ebenso die Dialogchancen ökumenischer Begegnungen und Initiativen. Auf Grundlage biblischer Einsichten und reformatorischer Theologie wird Ökumene als Wesensmerkmal der Kirche definiert und rückt so ins Zentrum des weltweiten kirchlichen Lebens. Durch gemeinsames Zeugnis und Handeln können Konfessionen wesentlich zum Frieden und einer gerechten Welt beitragen.
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EKD-Text 123, 2015
Der Orientierungsrahmen beschreibt Ziele, Formen und Standards evangelischer Schulseelsorge. Schule wird als Lebens- und Erfahrungsort von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften verstanden. Schulseelsorge bietet vertrauliche Gespräche, Begleitung in Krisen, spirituelle Angebote und Beiträge zur Schulkultur. Sie vernetzt sich mit anderen Hilfesystemen und stärkt die Schule als sorgende Gemeinschaft. Angefügt ist das “Kirchengesetz zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses“ (2009).
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EKD-Text 122, August 2015
Das unkritische Festhalten am Entwicklungsmodell einer wachstumsorientierten und ressourcenintensiven Industriegesellschaft führt global gesehen in eine Sackgasse. Die Studie zeichnet nach, wie sich das Verständnis von Entwicklung in den letzten Jahrzehnten verändert hat: weg vom reinen Wirtschaftswachstum hin zu menschenrechtsbasierter, ökologisch verantwortlicher Entwicklung. Im Licht biblischer Leitbilder und der „Theologie des Lebens“ werden neue Wohlstandskonzepte diskutiert. Vorgestellt werden Leitgedanken und politische Schritte für eine weltweite sozial‑ökologische Transformation.
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EKD-Text 121, Mai 2015
Gott verheißt jedem Menschen in “Leben in Fülle”. Christen finden sich desalb nicht mit dem Skandal ab, dass Hunderte Millionen Menschen chronisch unterernährt sind. Diese Studie analysiert die Ursachen des weltweiten Hungers und zeigt, warum er Folge politischer und ökonomischer Fehlsteuerungen ist. Sie verbindet das Recht auf Nahrung mit Leitgedanken wie Vorrang für die Armen, Schutz der Gemeingüter und „Ethik des Genug“. Anhand von Handel, Agrar-, Klima- und Entwicklungspolitik entwirft sie Empfehlungen für eine gerechte, nachhaltige Agrarwende und benennt Aufgaben von Kirchen und Verbrauchern.
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EKD-Text 120, März 2015
Die Broschüre widmet sich Demenz als gesellschaftlicher, politischer und geistlicher Herausforderung. Sie beschreibt medizinische Fakten, rechtliche Fragen und pflegerische Konzepte und fragt zugleich nach Menschenwürde, Personsein und spiritueller Begleitung. Good‑practice‑Beispiele aus der Diakonie ermutigen Gemeinden, Angehörige und Fachkräfte, eine demenzsensible Kultur zu entwickeln, in der Betroffene angenommen und gestützt werden. Im abschließenden Teil werden die aus Sicht der evangelischen Kirche anstehenden Aufgaben für unsere Gesellschaft, die Politik und die Kirche selbst entfaltet.
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EKD-Text 119, 2014
Dieser Text bilanziert das mitunter spannungsreiche Verhältnis zwischen Landeskirchen und Gemeinden anderer Sprache und Herkunft. Sie deutet migrantische Gemeinden als Geschwister im Glauben und plädiert für ein neues Paradigma: „Gemeinsam evangelisch“. Theologische Orientierungen, Modelle gemeinsamer Gemeindeentwicklung und praktische Schritte helfen, vom Nebeneinander in ein partnerschaftliches Miteinander zu wachsen. Viele Beispiele inspirieren und präsentieren praxiserprobte Umsetzungstipps.
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EKD-Text 118, 2014
Die Veröffentlichung beschreibt Aufgaben, Profile und Ausbildungswege diakonisch-gemeindepädagogischer Berufe. Auf Basis empirischer Erhebungen entsteht ein Kompetenzmodell, das Tätigkeiten in Gemeinde, Diakonie, Bildung und Sozialraum bündelt. Vorgestellt werden Strukturtypen von Studiengängen, rechtliche Rahmenbedingungen und Empfehlungen, wie Ausbildung vereinheitlicht und die Berufssparte im evangelischen Bildungsraum gestärkt werden kann.
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EKD-Text 117, 2014
Die Studie nimmt Globalisierung und ökologische Krisen in den Blick und fragt, welche Strukturen des weltweiten Regierens nötig sind, damit nachhaltige Entwicklung gelingt. Sie erläutert das Konzept Global Governance, diskutiert Stärken und Schwächen bestehender Institutionen und zeigt Reformwege auf. Biblische Impulse zu Gerechtigkeit, Menschenrechten und Schöpfungsverantwortung leiten Vorschläge für eine gerechtere Weltordnung. Am Ende beleuchtet der Text die Gründe für das Scheitern bisheriger Reformen und entwirft “universelle Ziele für eine nachhaltige Entwicklung”.
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EKD-Text 116, 2014
„Wieweit ist es im Blick auf das Evangelium von Jesus Christus zu rechtfertigen, dem Frieden mit militärischer Gewalt den Weg zu bereiten?“ Diese im Vorwort formulierte Frage wird in diesem Text angesichts des zuendegehenden deutschen Bundeswehreinsatzes in Afghanistan erwogen. Als Grundlage dient die im Jahr 2007 erschienene EKD-Friedensdenkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“. Wie steht es um die Legitimität militärischer Gewalt als ultima ratio? Ziel ist, evangelische Friedensethik zu schärfen und politische sowie kirchliche Verantwortung neu zu buchstabieren.
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EKD-Text 115, 2012
Die Studie analysiert die Patentierung von Pflanzen und Tieren und fragt, wie Biopatente Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und globale Gerechtigkeit beeinflussen. Sie kritisiert die Monopolisierung von Saatgut, die Gefährdung der Biodiversität und Biopiraterie. Leitend ist der biblische Gedanke, dass die Erde Gott gehört. Daraus folgt die Einsicht, dass Lebewesen ein besonderer Schutz gebührt. Gefordert werden strengere Regeln, mehr Transparenz und Alternativen wie Sortenschutz, um Gemeinwohl und Schöpfung zu schützen, denn: “Biopatente verstoßen gegen Menschenrechte.”
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EKD-Text 114, 2011
Dieser Text bietet einen ethischen Diskussionsbeitrag zu künftigen EU-Reformen der Landwirtschaftspolitik. Aus evangelischer Sicht muss dabei eine “Ökonomie des Teilens” in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Wert des Wirtschaftens ist auch auf dem Agrarsektor daran zu messen, „inwiefern (es) die Armen betrifft, ihnen nützt und sie zu eigenverantwortlichem Handeln befähigt“. Deshalb gilt es, „Ernährungssicherung, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung” zu verbinden. Die Leitlinien mahnen u.a. eine nachhaltige Landwirtschaft, faire Welthandelsregeln und Ressourcenschutz” an.
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EKD-Text 113, Evangelische Kirche in Deutschland, 5., akt. Aufl., 2023
Wie lässt sich Geld ethisch verantwortlich so anlegen, dass es Nachhaltigkeit fördert – in ökologischer wie in generationengerechter Hinsicht? Dieser Leitfaden des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren gibt ethisch begründete Empfehlungen. Zudem gibt er kirchlichen wie öffentlichen Investoren, aber auch Privatpersonen Kriterien an die Hand, mit deren Hilfe sich Anlagemöglichkeiten auf der Grundlage christlicher Werte auswählen lassen.
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EKD-Texte 112, 2011
Ein „falsch verstandener Egalitarismus“ habe verhindert, dass in den Kirchen „evangelische Verantwortungseliten ihre Kraft entfalten“ konnten. Deren „Anwesenheit, Mithilfe und Strahlkraft“ sei jedoch wichtig. Dieser Orientierungsrahmen wirbt dafür, Menschen willkommen zu heißen und zu stärken, „die in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft oder Kultur besondere Verantwortung tragen und ihr Handeln vom Evangelium her reflektieren”. Diese “evangelische Verantwortungselite” dürfe sich nicht von der Kirche “traurig” abwenden, denn ihr Wirken sei notwendig für Kirche und Gemeinwesen.
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EKD-Texte 111, 2011
Angesichts der Globalisierung und der alltäglichen multikulturellen sowie multireligiösen Lebenszusammenhänge wird religiöse Bildung immer wichtiger. Evangelischer Religionsunterricht bietet wichtige Orientierung, indem er bei Kindern und Jugendlichen die religiöse Urteilsfähigkeit und Sinnfindung und damit „Verständigungsfähigkeit und Toleranz“ stärkt. Dieser Orientierungsrahmen arbeitet acht grundlegende Kompetenzen und Standards für den Evangelischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe I heraus. Er bietet Anregungen für kompetenzorientierte Lehrpläne und Unterrichtspraxis.
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EKD-Texte 110, 2010
“Gute Gesundheitspolitik hat gesellschaftliche Ungleichheiten im Blick.“ Deshalb bewertet dieses Orientierungshilfe notwendige Reformen des Gesundheitswesens im Licht des Prinzips der Solidarität. Sie warnt vor einer schleichenden Aushöhlung der gesetzlichen Krankenversicherung und einer weiteren Spaltung in eine Zwei-Klassen-Medizin. Theologische und sozialethische Kriterien helfen, Finanzierungsmodelle zu prüfen und ein gerechtes, solidarisches Gesundheitssystem zu sichern. Auch der Zusammenhang von gesundheitlichem Solidarsystem und Eigenverantwortung wird ausgelotet.
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EKD-Texte 109, 2010
Als Kernbestand schulischer Bildung muss der Religionsunterricht auch in der sich verändernden gymnasialen Oberstufe seinen Stellenwert behalten. Das hier vorgelegte Kerncurriculum konkretisiert die durch die Kultusministerkonferenz vorgegebenen Einheitlichen Prüfungsanforderungen für Evangelische Religionslehre in der gymnasialen Oberstufe. Es definiert grundlegende Kompetenzen religiöser Bildung, benennt zentrale Themenfelder – etwa Menschenbild, Jesus Christus, Gottesfrage, Kirche, Ethik und Zukunftshoffnung – und zeigt den Beitrag des Faches zu Allgemeinbildung und Studierfähigkeit.
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EKD-Texte 108, 2009
Das Schutzgebot für Fremde und Flüchtlinge zählt in der Bibel zu den wichtigsten. Deshalb gestalten Christen „die wachsende Vielfalt in unserer Gesellschaft in Verantwortung vor Gott“ mit. Auf dieser Grundlage beschreibt dieser Text Migration und analysiert die Situation in Deutschland im Licht der Menschenrechte. Er plädiert für Integration als wechselseitigen Prozess, der Inklusion und Partizipation ermöglicht. Konkrete Empfehlungen gelten den Themen Aufenthaltsrecht, Bildung, Arbeit, sozialen Sicherungssystemen sowie der interkulturellen Öffnung von Kirche und Diakonie.
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EKD-Texte 107, 2009
Die Studie beschreibt, warum Menschen heute in die evangelische Kirche (wieder) eintreten und verbindet empirische Daten mit theologischen und rechtlichen Klärungen. Im Mittelpunkt steht die Schaffung einer „Kultur des Willkommens“: (Wieder-)Eintrittsstellen, seelsorgliche Begleitung und gottesdienstliche Rituale sollen Schwellen abbauen und Zugehörigkeit erfahrbar machen. Sieben Empfehlungen bieten hierfür kirchlich Verantwortlichen aller Ebenen praktische Unterstützung. Angefügt ist das Dokument: “Kirchen(wieder)eintritt – Eine qualitative Studie der EKD” von Rüdiger H. Chr. Jungbluth.
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EKD-Texte 106, 2009
Die Staatsverschuldung und “das weit verbreitete Unbehagen am gegenwärtigen Steuersystem“ war Anlass für diesen Text. Er entfaltet aus sozialethischer Sicht Aufgaben und Grenzen des Staates bei der Besteuerung. Die Studie verknüpft biblische Grundlagen mit dem modernen Verständnis des sozialen Rechtsstaats und analysiert Fragen der Steuergerechtigkeit – von Einkommen- und Verbrauchsteuern bis zu Erbschaft, Steuerflucht und Subventionen. Ziel ist ein transparentes und zukunftsfähiges Steuersystem. Im Fazit formuliert der Text sieben Gesichtspunkte zur Herstellung von Steuergerechtigkeit.
EKD-Texte 105, 2009
Das Votum nimmt die Lage der Hochschulen im Zeichen des Bologna-Prozesses in den Blick. Es beschreibt Chancen und Probleme von Studienreformen, Studienfinanzierung und Hochschulautonomie aus evangelischer Perspektive. Besonderes Augenmerk gilt der Chancengerechtigkeit sowie die Mitgestaltung der WIssensgesellschaft. Im Mittelpunkt steht der Bildungsauftrag: Wissenschaft als Persönlichkeitsbildung zu definieren. Aus evangelischer Perspektive sind Hochschulen Orte des kulturellen Diskurses, den die kirchliche Präsenz in vielfältiger Form wesentlich bereichert.
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EKD-Texte 104, 2009
Wissenschaftliche Theologie sorgt dafür, „dass das Evangelium recht verstanden wird und dass die in ihm enthaltenen Freiheitspotentiale uneingeschränkt zur Geltung kommen“. Diese Studie zeigt, warum Theologie für Gesellschaft und Universität unentbehrlich ist. Auch ihre Rolle für die Kirche, vor allem in der Ausbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Religionslehrkräften, wird dargelegt: Sie garantiert eine “elemantare Qualitätssicherung der kirchlichen und schulischen Arbeit”. Die “Existenz theologischer Fakultäten sei daher “ein gemeinsames Anliegen von Staat und Kirche”.
EKD-Texte 103, 2009
Der Band dokumentiert die theologische Debatte zur Frage, ob die 1530 formulierte Confessio Augustana (“Augsburger Bekenntnis”) Grundbekenntnis der EKD werden soll. Historische und systematische Beiträge aus lutherischer und reformierter Perspektive zeigen Chancen und Risiken. Im Zentrum stehen Sinn und Funktion von Bekenntnissen heute und das Selbstverständnis der EKD als Gemeinschaft verschiedener Kirchen. Die Vorträge stammen von Gunther Wenz, Wolf-Dieter Hauschild, Jan Rohls, Georg Plasger und Thomas Wipf.
EKD-Texte 102, 2009
Diese Argumentationshilfe beleuchtet die Debatte um gesetzliche Mindestlöhne und Gerechtigkeit im Niedriglohnsektor. Sie beschreibt die soziale Spaltung, analysiert arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Argumente und prüft sie sozialethisch: Wie lassen sich Leistungs- und Bedarfsgerechtigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Menschenwürde verbinden? Der Text bietet “keinen Königsweg, mit dem man auf einfache Art und Weise Leistung, Entlohnung und Würde im Arbeitsleben miteinander in Einklang bringen kann“; vielmehr will er helfen, „in der gesellschaftlichen Praxis sinnvolle Kompromisse zu finden.“
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EKD-Texte 101, 2009
Diese “gutachtliche Äußerung” reagiert auf die Änderung des Personenstandsrechts und fragt, ob es künftig rein kirchliche Ehen ohne Zivilehe geben soll. Sie entfaltet das evangelische Verständnis von Ehe, benennt “biblische und theologische Orientierungspunkte”, würdigt unterschiedliche Lebensformen und kommt zu einem klaren Ergebnis: Auch weiterhin setzt eine kirchliche Trauung die standesamtliche Eheschließung voraus, ergänzt um seelsorgliche Begleitung. Dies beinhaltet auch eine Ablehnung der denkbaren Option, dass Geistliche standesamtliche Aufgaben übernehmen könnten.
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