Mehr als jeder zweite evangelische Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich

Zum bundesweiten Ehrentag am 23. Mai betont die EKD die besondere Bedeutung ehrenamtlichen Engagements junger Menschen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Mehr als jeder zweite evangelische Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich. Darauf hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) vor dem bundesweiten Ehrentag am 23. Mai hingewiesen. Die Präses der Synode der EKD, Anna-Nicole Heinrich, betonte die Bedeutung des Ehrenamts für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

„Unsere Demokratie ist darauf angewiesen, dass Menschen sich engagieren und Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen“, erklärte Heinrich. Gerade bei jungen Menschen sei die Bereitschaft groß, sich ehrenamtlich einzubringen.

Nach der Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung von 2023 engagieren sich evangelische Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren überdurchschnittlich häufig freiwillig. 53 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt der Erhebung ehrenamtlich aktiv. Im Durchschnitt engagierten sich 46 Prozent der evangelischen Kirchenmitglieder ehrenamtlich, unter Konfessionslosen lag der Anteil bei 32 Prozent.

Auch die Ratsvorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs, würdigte die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit: „Ohne ehrenamtliche Unterstützung wäre unsere Kirche, wäre unsere gesamte Gesellschaft nicht denkbar. Wir sind angewiesen auf Menschen, die Zeit schenken, zuhören, anpacken, begleiten, trösten, organisieren, besuchen, helfen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat rund um den 23. Mai zu gemeinnützigen Aktionen im ganzen Land aufgerufen. Nach Angaben des Bundespräsidialamts und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt sind etwa 2.000 Aktionen geplant.