Präsidiumsbericht 2026: Präses Heinrich zieht Bilanz
Sechs Jahre Synodenarbeit, wichtige Veränderungen und kontroverse Debatten: Auf der 7. Tagung der 13. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) blickte Präses Anna-Nicole Heinrich in Würzburg auf die vergangene Legislaturperiode zurück.
Entlang der Geschäftsordnung der Synode erinnerte die Präses an die stärkere Beteiligung junger Menschen, die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, Fortschritte beim Klimaschutz und intensive friedensethische Debatten. Besonders hob sie hervor, dass junge Menschen seit Beginn der Legislaturperiode mit vollen Rechten in der Synode mitentscheiden konnten. Mit Blick auf die Zukunft sagte Heinrich: „Ich wünsche mir, dass die Übernahme von Verantwortung durch junge Leute in der nächsten Synode niemanden mehr überrascht.“
Auch die Herausforderungen durch notwendige Sparmaßnahmen und Strukturreformen sprach Heinrich an. Dabei mahnte sie mehr Veränderungsbereitschaft an: „Am schwersten fällt uns das Verkleinern aber offenbar dort, wo es uns selbst betrifft.“
Im Mittelpunkt ihres Berichts stand die Bedeutung von Widerspruch, Beteiligung und demokratischer Verständigung. Heinrich betonte, dass gemeinsames Handeln nicht Einstimmigkeit voraussetze, sondern die Bereitschaft, unterschiedliche Positionen auszuhalten und trotz Meinungsverschiedenheiten Verantwortung zu übernehmen. Mit Blick auf den Tagungsschwerpunkt „gemeinsam weiter“ erklärte sie: „Gemeinsam heißt bei uns nicht einstimmig. Es heißt, dass wir auch die Gegenstimmen zählen und dass, wer verloren hat, am nächsten Morgen wieder hier sitzt und weiter gemeinsam mittut.“
Im April 2027 wird Heinrich ihr Amt als Synodenpräses abgeben.
13. Synode der EKD: Sechs Jahre in bewegten Bildern
„Ich wünsche mir, dass die Übernahme von Verantwortung durch junge Leute in der nächsten Synode niemanden mehr überrascht. “
Bericht des Präsidiums auf der EKD-Synode 2026 in Würzburg
Bericht des Präsidiums zum Download