Seelsorge

Beistand und geistliche Begleitung

Seelsorge geschieht mitten im Leben an vielen Orten und in unterschiedlichen Zusammenhängen: in privaten und beruflichen Krisen, in der Konfrontation mit Leid und Tod, in existienziellen Notlagen oder rund um schöne Anlässe von großer persönlicher Bedeutung. An Wendepunkten des Lebens und in schwierigen Situationen sind Seelsorgerinnen und Seelsorger da und lassen ihr Gegenüber spüren, dass es nicht alleine ist. Seelsorge reicht vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Sie wurzelt im Glauben und kann von jedem in Anspruch genommen werden – weil Gott sich allen Menschen zuwendet.

Häufige Fragen zur Seelsorge

Was ist Seelsorge?
Seelsorge ist ein vertrauliches Gesprächs- und Kontaktangebot der Kirche für Menschen in belastenden, offenen oder existenziellen Lebenssituationen. Sie bietet Raum für Sorgen, Fragen, Zweifel, Trauer – und für alles, was die Seele bewegt.

Wer kann Seelsorge in Anspruch nehmen?
Jeder Mensch. Unabhängig von Kirchenzugehörigkeit, Glauben, Alter oder Lebenssituation. Seelsorge ist offen für alle.

Ist Seelsorge vertraulich?
Ja. Seelsorgerinnen und Seelsorger unterliegen der Schweigepflicht. Gespräche werden streng vertraulich behandelt.

Zu welchen Themen kann ich in die Seelsorge kommen?
Zu allen. Häufig geht es um persönliche Krisen, Konflikte, Trauer, Krankheit, Einsamkeit, Glaubensfragen oder Entscheidungsprozesse. Sie müssen nichts vorbereiten – Sie dürfen einfach so kommen, wie Sie sind.

Wie kann Seelsorge stattfinden?
Seelsorge gibt es im persönlichen Gespräch vor Ort, am Telefon oder auch digital – etwa per Chat oder Video. In besonderen Bereichen wie Krankenhaus-, Notfall-, Militär- oder Gefängnisseelsorge sind speziell ausgebildete Seelsorgende tätig.

Kostet Seelsorge etwas?
Nein. Seelsorge ist ein kostenfreies Angebot der evangelischen Kirche.

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